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Audioguide

Die Marburger Hexenroute - KIDS

Audioguide für Kinder!
hexenroute.wr56.de
„Marlon war sehr begeistert von der Tour trotz des trüben Wetters. Mit dem Kompass spielt er weiterhin :-). Wir fanden die einzelnen Audiotitel sehr informativ und wirklich sehr gut kind gerecht erzählt. Nicht zu kurz und nicht zu lang, spannend, genau richtig für Kids.  Marlon hat bis zum Schluss interessiert zugehört und auch später als wir schon zu Hause waren, noch viele Fragen dazu gestellt.... er will unbedingt auch nochmal zum Schloss, am liebsten mal drinnen schauen, wenn es hoffentlich nach der Corona-Pandemie irgendwann wieder möglich sein wird.  Ein großes Lob von uns an die Personen, die diese Hexenroute für Kids konzipiert haben!“ - Eine unbekannte Mama per Email

Die Marburger Hexenroute - KIDS

Ein Stadtspaziergang zum Hören.

Dies ist eine wahre Geschichte. Die Geschichte der Schneiderwitwe Catharina Staudinger, die am 14. Juni 1656 in Marburg als angebliche Hexe verbrannt wurde. Die Geschichte beruht auf historischen Fakten. Es wurde nichts hinzugedichtet.

Die Marburger Hexenroute

“Vor beinah 400 Jahren lebte in diesem Haus – eine sehr arme Frau. Die wusste nicht ein und nicht aus. Denn ihr Mann, der Schneider, war im Krieg gestorben.

Wir haben eine kindgerechte Version des Audio- Guides “Die Marburger Hexenroute” erstellt. Hier gibt es an einigen Stellen Aufgaben für die Kinder. Es wäre schön, wenn ihr diese Version gemeinsam mit euren Kindern hört und für Rückfragen zur Verfügung steht. Das kommt auf das Alter Eurer Kinder an. Wir glauben, dass sie sich für Kinder von sechs bis zehn Jahren besonders gut eignet. Jüngere Kinder sollten auf jeden Fall durch Euch begleitet werden.

Station 1 - Ein Hexenhaus

Es könnte sich um das Gebäude Ecke Wettergasse/Schlosssteig handeln. Mit seinen Erkern und Türmchen kann man es sich gut als Hexenhaus vorstellen.

„Hoch über den steilen Weg zum Schloss – führt unser Weg nun weit hinaus aus dem Dreckloch. Am Brunnen vorbei, der tief in die Erde reicht. Wo man Wasser mühsam hochzog – an schweren Ketten in Eimern. Genau in diesem Backsteingebäude hier – mit schönem Portal, mit Bogen und Giebeln – wurden all die schlimmen Dinge aufgeschrieben, die Nachbarn über Catharina vorbrachten – obwohl nichts davon stimmte – alles war ausgedacht!“

Station 2 - Die Neue Kanzlei.

Wir folgen dem Weg über die Schlosstreppe bis zur Neuen Kanzlei, vor der eine Bank zum Verschnaufen einlädt.

„Wo heute ein Parkplatz ist für Leute, die das Schloss besuchen – gab es früher einen kalten Gefängnisturm. Tief in der Erde ein Loch, drumrum dicke Mauern. Hier mussten die Angeklagten kauern, bis die Richter entschieden, ob sie schuldig waren. Solange mussten sie bei Wasser und Brot im Verlies ausharren.“

Station 3 & 4 – Gefängnisse im Landgrafenschloss.

Hinter Schloss und Riegel. Weiter geht es zum Hexenturm und zum Marburger Landgrafenschloss.

„Die Lutherische Pfarrkirche, die ihr nun gerade neben euch habt – war die wichtigste evangelische Kirche der Stadt. Schaut mal hoch zum Turm, seht ihr das? Er ist schief. Weil der Bau ein wenig anders als geplant ablief.“

Station 5 – Die Pfarrkirche.

Kein Zentrum der Hexenverfolgung. Es geht wieder abwärts zur Lutherischen Pfarrkirche.

Hier kommt die Erklärung aus dem Rätsel von Station. Viel Spaß mit der nächsten Station.

Station 5 – Rätsel-Erklärung

Des Rätsels Lösung.Und es geht weiter zum Marburger Rathaus.

„Hier seht ihr das Rathaus am Marburger Marktplatz. Hier gab es Stände mit allen erdenklichen Waren. Denn zu Catharinas Zeiten gab es gar keine Geschäfte. Hier fanden die Menschen alles – was sie brauchten fürs Leben.“

Station 6 – Das Rathaus.

Martyrium im Folterkeller. Durch die Oberstadt zum Marburger Rathaus.

„Catharina wurde also schließlich zum Tode verurteilt. Das ging vielen so damals. Eine düstere Zeit. Heute sind solche Strafen zum Glück verboten. Wer ein Verbrechen begeht, muss anschließend im Gefängnis wohnen. Manchmal nur kurz und manchmal sein Leben lang. Je nachdem wie schlimm man seine Tat fand.“

Station 7 – Der Marktplatz.

Schauspiel für das Publikum. Wir machen Rast am Marburger Marktplatz.

„Ich habe mit anderen Hexen ums Feuer getanzt, auf dem Rotenberg und in Bauerbach. Lasst mich gehn, dann sag ich alles was ihr nur wollt, verrate euch die Namen der Hexen, die mit mir rumtollen..“

Station 7.1: Der Marktplatz

Das „Geständnis“

„Catharina wurde dann zur Weidenhäuser Brücke gebracht. Hier wohnten die Gerber, die aus Tierhäuten Leder machten. Weidenhausen, der Bootsverleih, der Spielplatz an der Lahn- gehörten damals gar nicht richtig zur Stadt.“

Station 8 – Weidenhausen.

Über die Lahn nach Weidenhausen. Hotspot für Hexen.

„Der Scharfrichter brachte Catharina zum Rabenstein. Auf dem Weg lag auch seine Wohnung, ganz klein. In der Kappesgasse Nummer 1. Hier wohnten 200 Jahre lang alle Henker, also alle Scharfrichter der Stadt. Alle mieden sie, das habe ich euch ja gesagt.“

Station 9 – Henkersgasse 1.

In Weidenhausen bei Meister Christoffel.

„Die Fahrt geht noch 20 Minuten weiter – bis hoch in den Wald. Wo Catharina die Sonne sieht, doch ihr ist ganz bang. Und natürlich hat sie jetzt große Angst. Über die Scheppe Gewissegasse muss sie weiter. Steil den Berg hinauf bis zum Richtplatz am Rabenstein.“

Station 10 – Der Rabenstein.

Den Berg hinauf zum Rabenstein.

Eine Produktion im Auftrag der Universitätsstadt Marburg. Aufgeschrieben von Gesa Coordes, inszeniert von Werkraum56, gesprochen von Clemenz Korn.